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Thomas Hochkofler gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Schauspielern Südtirols. Schon früh hat der gebürtige Sarner, der heute in Meran lebt, die Liebe zur Schauspielerei entdeckt. Seit 1989 steht Thomas Hochkofler regelmäßig auf den wichtigsten Bühnen des Landes. Dazu kommen Theaterengagements in Innsbruck, Salzburg, Wien, München, Mailand und Bern.

Beim Rudi Ladurner* im Theater in der Altstadt durfte ich wirklich vieles ausprobieren; er hat mir unglaubliche Chancen eröffnet, und vielleicht war manche Rolle auch zu groß für mich, aber hier und jetzt: danke Rudi!
— Thomas Hochkofler in "Theatermenschen" von Christine Helfer, Edition Raetia, Bozen, 2010.

*Rudi Ladurner ist Direktor und Begründer des Theater in der Altstadt Meran.

Thomas Hochkofler liebt die ernsten Rollen und die komischen, die draufgängerischen und die ruhigen. 

Seit 1989 spielte er in über 200 Stücken: Unter der Regie von Rudi Ladurner spielte er im Theater in der Altstadt in Meran den Neffen in "Sonny Boys" von Neil Simon, den Lucio in "Maß für Maß" von William Shakespeare, den Allen in "Spiels noch mal Sam" von Woody Allen, den Raul in "Extrimities" von William Mastrosimone, den Max in "Othello darf nicht platzen" von Ken Ludwig, den Robespierre in "Dantons Tod" von Georg Büchner, den Duchotel in "Wie man Hasen jagt" von Georges Feydeau, den Georges in "Der Narrenkäfig" von Jean Poiret, den Faust in "Ich, Faust" von Johann W. Goethe, den Felix in "Ein seltsames Paar" von Neil Simon. 

Unter der Regie von Dietrich W. Hübsch gab er den Damis in "Der junge Gelehrte" von G. E. Lessing und spielte in "König Ubu" von Alfred Jarry. Unter Regisseur Alexander Varesco spielte den Robert in "Push Up" von Roland Schimmelpfennig, den Atzbacher in "Alte Meister" von Thomas Bernhard und spielte 2015 in "Gretchen 89ff" von Lutz Hübner. 

In der Carambolage in Bozen gab Thomas Hochkofler den Dan in "Hautnah" von Patrick Marber (2002), den Fernando in "Die Gröhnholmmethode" von Ingrid Lausund (2010) und den Pierre in "Achterbahn" von Eric Assous (2015). Regie führte Georg Clementi. Clementi führte 2005 auch Regie im Stück "Bandscheibenvorfall" von Ingrid Lausund, das von der Elisabethbühne Salzburg aufgeführt wurde. Thomas Hochkofler gab darin den "Hufschmidt".

Im Jahr 2000 stand er in "Männer in der Stadt" von Michael Köhlmeier im Innsbrucker Kellertheater auf der Bühne. Regie führte Judith Knoll. Im Kabelwerk Wien gab er 2004 den Stefan in "Mein Bulgarien" von Nina Gabriel, die auch Regie führte. 

Bei den Vereinigten Bühnen Bozen spielte er den Blechmann in "Der Zauberer von Oz" (2002/03 und 2003/04), den Hufschmidt in "Bandscheibenvorfall" in Bozen und Salzburg (2004/05), Tim Allgood in "Der nackte Wahnsinn" (2005/06), Romain Tournel in "Floh im Ohr" (2006/07) und den Freund in "Spielwiese, zwei im Quadrat" (2007/08). 2009 spielte er den Graf Leicester in "Maria Stuart" von Friedrich Schiller unter der Regie von Monika Steil sowie den Nebel in "Liebesgeschichten und Heiratssachen" von Johann Nestroy unter der Regie von Christine Wipplinger. 2011 gab er den Soldat in "Andorra" von Max Frisch, Regie führte Peter M. Preisler. 2013 spielte den Ketzer in "Der Koffer" von Thomas Raab (Regie: Alexander Kratzer) und den Alfred in "Geschichten aus dem Wiener Wald". 2015 stand er als Michel in "Die Wahrheit" auf der Bühne und im Frühjahr 2016 war er als Iwan Alexandrowitsch Chlestakow in "Der Revisor" zu sehen. 

Bei den Rittner Sommerspielen gab Thomas Hochkofler den Lucentio in "Der widerspenstigen Zähmung" von W. Shakespeare. Bei den Freilichtspielen Lana gab er den George in "Von Mäusen und Menschen" von John Steinbeck unter der Regie von Helga Walcher (2007), den Prinz in "Yvonne, die Burgunderprinzessin" von W. Gombrowicz (2008, Regie: Helga Walcher), in der Dekadenz Brixen inszenierte Regisseurin Ingrid Porzner mit Thomas Hochkofler das Stück "Nipple Jesus" von Nick Hornby. 2016 war Thomas Hochkofler im Tida Meran in "Das Abschiedsdinner" und in der Carambolage Bozen in "Malaguena" zu sehen. 2017 spielte er in "Pension Schöller" (Vereinigte Bühnen Bozen VBB) den Eugen Rümpel.

 

Szene aus "Malaguena" mit Johanna Porcheddu und Günther Götsch. Carambolage Bozen.

Szene aus "Malaguena" mit Johanna Porcheddu und Günther Götsch. Carambolage Bozen.

Seit Jahren tourt Thomas Hochkofler auch als erfolgreicher Comedian durch Südtirol und Österreich. Sein erstes abendfüllendes Solokabarettprogramm brachte er 2009/10 auf die Bühne: "Heint isch nicht - ein Nacktprogramm". Neben seiner Paraderolle als "Hausmeister" im Kabarett "Hell werd sein" hat er mit "Joe von Afing", dem "Motschuner Peppn" oder "Herr von Wegen" inzwischen zahlreiche weitere Kultfiguren geschaffen, die eine riesige Fangemeinde für sich gewinnen konnten. Im Mai 2016 startet Thomas Hochkofler erneut mit seinem aktuellen Programm Fockelotti (Thomas Hochkofler und sein Ballastorchester Marco Facchin, Regie: Lukas Lobis) auf Südtiroltournee. Anfang 2017 steht er zusammen mit Karin Verdorfer in dem Kabarett von Stefan Vögel "Schaffa schaffa Häusle Baua" im Tida Meran auf der Bühne und tourt anschließend erfolgreich durch Südtirol.

Thomas Hochkofler als der Hausmeister.

Thomas Hochkofler als der Hausmeister.

Thomas Hochkofler als Joe von Afing.

Thomas Hochkofler als Joe von Afing.

Immer mal wieder wechselt Thomas Hochkofler von der Bühne auf den Regiestuhl und inszeniert Theaterstücke mit großer Leidenschaft und noch mehr Eigensinn. Er inszenierte bereits "Der falsche Wilderer" von Horst Haller Kummerfeld, "Urlaub in der Bauernkuchl" von Renate Reuß, "Eine schöne Bescherung" von Monika Hirschle, "Giselbert auf der Suche nach dem heiligen Schal" von Erwin Egger, "Normal holt nit" von Gerhard Polt, "Gspielt werd olm" von Tobias Landmann, "Quartett im Doppelbett" von Wilfried Reinehr.

Für die Freilichtspiele Lana inszenierte er im Sommer 2013 "Der Kaiser aus Indien" von Ulrich Ladurner, "Der Sumpf" von Dietmar Gamper im Sommer 2014 und 2015 folgte "Die Geyerwally" von Ekkehard Schönwiese. Im Frühjahr 2016 führt er Regie bei "Die Sushi Connection" von Uli Brèe und Michaela Scheday im Theater in der Altstadt Meran und für die Freilichtspiele Lana inszeniert Thomas Hochkofler im Sommer 2016 den Filmklassiker "Einer flog über das Kuckucksnest", geschrieben von Dale Wassermann. 2017 inszeniert er in Lana "Don Camillo und Peppone".

 

Bild aus "Malaguena". Fotograf: Tiberio Sorvillo.

Bild aus "Malaguena". Fotograf: Tiberio Sorvillo.

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